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Kirche und Religion
Die Wallfahrtskirche in Tschagguns

Im Jahre 1452 wurde der Grundstein für die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche zu Ehren des hl. Ulrich gelegt (1454 beendet). Sie wurde im spätgotischen Stiel erbaut, wie das in 5 Seiten eines Achtecks schließende Presbyterium beweist, das samt den Strebepfeilern in der Außenseite bei der Erweiterung der Kirche 1598 und 1751 ff. stehen blieb und nur erhöht wurde. 1751 ließ Pfarrer Jakob Lenz auf der Westseite der einschiffigen Kirche in der Breiten von 12 Schuh anbauen, um in diesem das Bild der Schmerzhaften Muttergottes, das sich bisher in einer kleinen Kapelle (Sturmerkäpele genannt) in der Nähe der ehemaligen Landstraße ins innere Montafon befand, unterzubringen.

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Nach den Einschränkungen des Josefinismus erlebte die Wallfahrt eine neue Blüte, so dass die Kirche mit dem westlichen Seitenschiff („Kapelle“ genannt, weil hier seit 1752 das Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter seinen Standort hatte), nicht mehr genügte.Deshalb wurde 1812/16 eine bedeutende bauliche Veränderung vorgenommen, durch die die Kirche nicht nur eine Verlängerung und Erhöhung erfuhr, sondern auch durch Anfügen eines östlichen Seitenschiffes zu einer symmetrischen Anlage ausgestaltet wurde. In dieses neue Seitenschiff wurde das Gnadenbild übertragen. Der doppelkupplige, überaus zierliche Turm erhielt schon 1783 die jetzige form. Im westlichen Seitenschiff wurde der Kreuzaltar neu erstellt. Weihe 1820. Die dreischiffige Baugestaltung ist eine Mischung von Barock und Neu-Renaissance, während der eingezogenen Chor weitgehend gotische Bauelemente aufweist. 

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Die Pfarrkirche Tschagguns beherbergt ca. seite dem Jahre 1989 auch eine äußerst wertvolle Marien-Statue. Beim gegenständlcihen Objekt handelt es sich um eine stehende hl. Maria mit Jesuskind. Die Skulptur gehört dem Typus der sogenannten "schönen Madonna" an, deer um 1400 die abendländische Plastik prägte. Als entferntes Vorbild für die Tschaggunser Statue kann die "Krumauer Madonna" von 1400 herangezogen werden. Im Aufbau und Faltenstil zeigen sich deutlich Zusammenhänge sowohl mit Arbeiten der Salzburger Bildhauerstätten als auch mit der südböhmischen Plastik. Entsprechend der nicht mehr ganz durchgebogenen Haltung, der kleinteiligen Schlüsselfalten und des psychisch verfeinerten, lebensnahen Ausdrucks im Gesicht von Maria und dem Jesuskindmuss die Figur zwischen 1420 und 1430 angesetzt werden. Die herabhängende rechte Hand der Maria hielt der damaligen Tradition entsprechend eine Lilie.

   
 

 

Wallfahrtskirche zu unserer lieben Frau in Tschagguns

Weitere Links

Diözese Feldkirch (http://www.kath-kirche-vorarlberg.at)

Caritas der Diözese Feldkirch (http://www.caritas-vorarlberg.at/)

H.I.O.B. Drogenberatungsstelle (http://www.vobs.at/hiob/)
Religionspädagogisches Institut Feldkirch (http://www.vobs.at/rpi/)
Telefonseelsorge Vorarlberg (http://www.142online.at/)
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